reiseberichte

punks auf´m bau

am 05.05.2010, keine Kommentare, bearbeiten, löschen
die letzten 7 jahre
meines vergangenen maurerlebens
habe ich eigentlich nur noch
in einem zweierteam
fachwerkhäuser gemauert.
das war echt entspannt,
da stand
ein sogenanntes gefache mit dach
und wir haben die felder zwischen den balken ausgemauert
(übrigens von oben nach unten),
wenn ein bauherr besonders nett war,
dann haben wir ihm auch einen leuchtturm, ähren
oder eine windmühle
in ein gefach seiner wahl
gemauert
(„nett“ bedeutet hier : reine getränkefrage),
2 wochen
und die kiste war fertig
und ab zum nächsten bau.
einmal aber
war es so,
dass ich mit nem lehrling
zu einem neubau
ausrücken musste.
nicht weiter schlimm,
cooler kerl für sein alter
und fleissig obendrein.
der witz war,
dass er mit seinen raspelkurzen, strohblond gefärbten haaren
auch von der optik her
nicht nur mein azubi,
sonder auch mein punklehrling sein könnte
(obwohl das seine disco-masche war^^).
egal,
wir inspizierten die baustelle,
wo ist strom?, wo ist wasser?
und ich hatte mir zur gewohnheit gemacht
während dieser orientierungsphase
meinen zweiten halben liter bier zu trinken,
was auf dem bau ja völlig legitim ist
(für mich).
(den ersten halben soff ich schon immer während der anfahrt).
die (damals pfandfreien) dosenbiere
der ersten begehung
transportierte ich
in meinem schwarzen maurereimer
und just
bevor ich mir diesen zweiten halben
daraus entnehmen wollte
warf ich meinen maurerhammer
(den ich wohl aus mir heute noch unerklärlichen gründen schon vor arbeitsbeginn in der hand hielt)
in eben diesen eimer.
wie der teufel das will
trifft die finne des hammers diese dose
und reisst ein loch
in den unteren rand.
wie günstig,
es blieb keine wahl :
dosenschiessen,
morgens um 6:30 auf´m bau,
schwarzirokese mit 21 ohr- und nasenlöchern
kippt sich halben auf ex,
blondjungpunklehrling steht unschlüssig daneben.

„moin, moin!“
erschallt da der ruf.
ich reiss mir die büchse vom mund,
besabber mich dabei völlig
und versuche den rufer zu orten.
es war
der schwiegervater des bauherrn,
der in diesem moment
wohl seine investitionen
in die zukunft seiner tochter
aufs höchste gefährdet sah.
wer wir denn seien? fragte er
in bauernplatt
und ich konnte
in genau so gutem
bauernplatt antworten
dass ich hier garnix sage (datt geiht di gor nix an),
telefonnummer vom chef steht auf´m bully,
wir sind von der firma
und sollen hier was machen.
der hat dann auch gleich angerufen
(erstmal hat er sich verpisst, handys gab´s da noch nicht)
und mittags
kam elcheffe dann schon an :
der bauer hätte ihn angerufen,
was dass denn für kandidaten wären
die er ihm da auf die baustelle schickt?
mein boss hat dann gesagt
der eine ist n verrückter hund
und der andere sein lehrling.

n paar tage später
hat sich der bauer
dann mal wieder gemeldet,
nachdem er sah
welche fortschritte der bau in dieser zeit machte
und mein iro schien ihm
vielleicht noch suspekt
aber an meiner lauteren gesinnung
hatte er keinen zweifel mehr.

die kiste bier,
die er mitbrachte
und die windmühle im gefach links neben seiner haustür
zeugen von der peinlichkeit
einer missglückten ersten begegnung
die auf missverständnissen
beruht.

soviel zur weisheit des tages,
randanekdote hier :

wie ich zu meinem namen kam

wie sollte es anders sein,
ein alter freund zeichnete mich so aus.
„ja, ja, *klarname“,
kann ich mir richtig vorstellen : rechts die kelle
und links die buddel“

that´s all

buddel
1
kulturhinweise

am 16.04.2010, 4 Kommentare, bearbeiten, löschen
27. 5.
hamburg
markthalle
exploited

buddel is vor ort
und zeigt euch gern den hafen und die reeperbahn

buddel
1
korn-käthe und die ratten der lüfte

am 16.04.2010, 3 Kommentare, bearbeiten, löschen
wir haben
tauben
bei uns im werk.
das ist unvermeidlich,
irgendwo
steht immer
ne tür oder n fenster offen
und da es bei uns angenehm warm ist
wird auch gern gebrütet.
für einen
lebensmittelbetrieb
ist das natürlich nicht hinnehmbar.
(obwohl,
das sind alles geschlossene kreisläufe,
lass die scheissviecher doch brüten
im ungenutzten
obergeschoss)
jedenfalls
haben wir
sowieso
einen „kammerjäger“,
der im ganzen werk
ratten- und ungezieferköderfallen
auslegt,
der seit neuestem
auch lebendtaubenfallen
aufgestellt hat,
die täglich
kontrolliert werden.
so weit, so gut.
jetzt
der versuch
diese geschichte nach diesem vorgeplänkel
zu pointieren:

eine neue kollegin
is(s)t kompromisslos vegan,
ihren aussagen nach
aus tierliebe und mitgefühl.
gut,
kann ich akzeptieren.
aber
manchmal geht´s zu weit.
sie kam zu mir ins labor
und fragte nach nem becher oder sowas
und ich reichte ihr nen becher.
-nee, es sollte eher ne schale sein.-
-wofür denn?-
fragte ich.
-oben is ne taube im käfig-
und der
wolle sie
-was zu fressen und wasser hinstellen.-
-wie bitte?!
wir sind n lebensmittelbetrieb,
wenn wir könnten,
wie wir wollen
würden wir
die tauben am liebsten
abknallen !-
(angeblich werden die tauben ausgesetzt,
ich vermute ja mal,
die werden vergast)
da hat korn-käthe
angefangen zu weinen
(korn-käthe war ihr zugetaner spitzname
nach bekanntwerden
ihrer regelmässigen wackenbesuche^^).
es half auch nicht,
nochmal darauf hinzuweisen,
dass es ziemlich schwachsinnig ist
ausgerechnet tauben,
die man loswerden will
noch zu füttern
(es sei denn…. als gnadenbrot).

korn-käthe is cool

buddel
1
als mein sohn noch so´n kleiner hosenscheisser war

am 13.04.2010, 2 Kommentare, bearbeiten, löschen
hier wiederhole ich eine geschichte,
die mich durch den „tiernahrung“-thread
Umfrage: Esst Ihr Tiernahrung?
erinnern lies
(und schreiben),
als meine kleine rotznase
sich das ganze gesicht
beim „essen“
aus dem katzennapf
mit dieser schleimigen sosse des katzenfutterdoseninhalts
netzte
(hehe,
ich hoffe, „netzte“ überfordert hier niemanden. es gibt noch eine andere story über meinen sohn aus damaliger zeit,
die hatte aber mit exkrementen zu tun
und war nicht minder elternamusement).

die katzen übrigens
waren sich nicht ganz klar
was hier priorität hat,
ein voller bauch
oder die unverletzlichkeit des menschlichen babys

zu gern
erinnere ich mich,
dass meine liebe ex-frau
den ganzen abend
über katzenfutterstinkende sachen gezetert hat^^

buddel
1
reisebericht #11 : teneriffa

am 09.04.2010, keine Kommentare, bearbeiten, löschen
die alte hippieschlampe

anfang der 90er
verschlug es mich
für eine planlose woche
nach teneriffa,
dem frühlingskalten deutschland spontan zu entfliehen.
da war es genauso kalt
auch wenn die sonne schien
und zu meinem erschrecken
musste ich feststellen,
dass im frühjahr
die kanaren
überwiegend von rheumatischen nordeuropäern frequentiert werden.
kurz,
nach 2 tagen
hatte ich schon die schnauze voll.
nur saufen ohne kiffen macht auf dauer keine laune,
was zu rauchen musste her.
wie gelegen
kam da der tabak schnorrende hippie.
ein hängengebliebener deutscher freak.
smalltalk
und ich kam recht schnell auf den punkt meines begehrs :
ob er was zu kiffen hätte.
ne,
aber er könne was besorgen,
allerdings in santa cruz,
der hauptstadt am anderen ende der insel,
er hätte nur im moment die kohle für die busfahrt nicht.
aber er müsste da sowieso hin,
weil er da bei der bank ne überweisung aus deutschland
(von seinem reichen dad, wie er mir später erzählte)
erwartete.
das
sollte nicht das problem sein,
die paar peseten fürs ticket
für
uns beide
übernahm ich
und so machten wir uns auf den weg.
während der fahrt
haben wir lebhaft geschwatzt
und ab und zu
traf mich ein kleiner speicheltropfen
aus des hippies schneidezahnlosen mundes.
da habe ich ihn direkt gefragt
“ macker!
du bist doch n junkie
und so wie du aussiehst
hast du doch auch
aids
oder was ? “
als er beides bejahte
verlor ich fast die contenance
„dann spuck mir beim sabbeln gefälligst nicht immer ins gesicht ! “
hihi,
danach hat er beim sprechen immer die hand vor den mund gehalten.

in santa cruz
ist der kerl
tatsächlich barfuss
in seinen hippieklamotten
in die beste bank am platze marschiert,
kam mit nem fetten bündel peseten wieder raus
und hat mir erst mal
das busticket zurückgezahlt.

darauf
folgte die erfüllung
der eigentlichen mission : drogenkauf

wusstet ihr,
dass selbst eine so kleine insel wie teneriffa
slums beherbergt ?
ich war da.
nachdem
mein hippie
mich einem dortigen hüttenbewohner
als zuverlässigen kunden für thc-haltige produkte empfohlen hatte,
machte sich mein neuer freund auf
von der drogerie zur apotheke zu wechseln,
während ich auf ihn warten sollte,
zwecks gemeinsamer rückfahrt.
so wartete ich ca 2-3 stunden
(weder wusste ich, wo ich war, noch beherrschte ich auch nur ansatzweise spanisch),
und kam in dieser zeit
mit eben diesen bewohnern in kontakt.
hehe,
das war mein erstes mal,
dass ich crack rauchte.

an die rückfahrt kann ich mich nicht mehr erinnern

ps.:
drogen sind scheisse!
finger weg davon, kinnings

buddel
1
tiere, menschen, sensationen

am 30.03.2010, 2 Kommentare, bearbeiten, löschen
familienausflug in den
wildpark – lüneburger heide.
mutter mit freund,
ex-frau und sohn,
schwester und schwager mit ihren blagen
und ich dabei.
macht nen riesen spass
mehr noch
als die beobachtung der
doch wenig exotischen tiere dort
ist es ein plaudernder spaziergang
mit schabernack und unfug der gören
und viel gelächter
an der frischen luft.

der park
beherbergt u.a. auch
riesenesel
und als wir dort so
an deren gehege
vorbeischlenderten
überkam den hengst
der kleinen herde
wohl das bedürfnis
diese kleine herde zu vergrössern.
nach kurzem schnuppern
an einer vorbeitrabenden eselstute
wurden wir zeugen
einer unglaublichen hydraulischen leistung eines gewissen organs,
eines entäuschend kurzen aktes des akts
und einer erstaunlichen menge spermas,
das aus der lady wieder herausfloss.

am coolsten aber meine mutter :
„das ist ja aufregend. hihi, nee, eigentlich mehr erregend“

ja, mutter,
was dich erregt
ist nicht mal zoologisch für mich von interesse
😉

buddel
1
reisebericht #7: harburg – wo der wille gebrochen wird

am 26.03.2010, keine Kommentare, bearbeiten, löschen
als dorf habe ich harburg aufgenommen.
ein ort, an dem ein jeder arbeiter und sozialist ist.
und verlierer.
ausser mir.
ich bin realistischer verlierer,
etalon der gesellschaft wäre mein begehr
doch,
es können nicht alle verlierer sein
(selbst wenn sie so gut gestellt wären wie ich).

in meinen neun jahren harburg
hatte ich die ersten drei jahre eine freundin
die in den drei jahren nach
unserer beziehung
erschlagen wurde
(bzw an dem schlag erlag, weil sie die medizinische hilfe ablehnte),
und im letzten drittel dieser 9 jahre wurde ein fastkumpel/bessererbekannter
im harburger bahnhof erschlagen

wessen wille jetzt hier aus dieser geschichte abgeleitet gebrochen wurde
weiss ich auch nicht so recht.
ich wollt nur mal wieder in meinem blog plappern

last tip : beware of three

buddel
1
reisebericht 4.3 : costa rica

am 22.03.2010, keine Kommentare, bearbeiten, löschen
das pissoir des grauens
und sein meister

in meiner
ehemals heissgeliebten
strandbar bamboo
befanden sich die toiletten
hinten und aussen.
(aussen bedeutet überdacht
aber offen,
hinten heisst
zur vielbefahrenen strasse raus).

eigentlich
war das klo
nur eine betonwanne
in grösse einer pferdetränke
(seltsam,
ich hab da nie ne lady gesehen^^),
also ne pissrinne.

eines tages
war der ablauf von dem ding verstopft
(bzw wurde es am tage erst bemerkt)
und es staute sich dort
sozusagen der umsatz des vergangenen abends.
das problem musste behoben werden.
was tun ?
(ich war nur lachender beobachter,
zur mittagszeit nahm ich mein erstes bier im bamboo,
in so fern interessierte mich die urinalsituation schon)

(kurzer versuch der situationsbeschreibung :
tropische mittagshitze, ein vollgepisstes 200l-becken
und 2 sich ekelnde barbesitzer ((engländer und deutscher)) und ich,
weder bar“angestellte“ noch klempnerei vor ort)

mit nase zuhalten und spitzen fingern
wurde dann versucht
den abfluss
mit einem langen bambus frei zu stochern
aber das wurde nix
(da war ich schon mind 5m zurückgetreten).

ja,
und dann kam jacko vorbei,
ein hippie-tico,
der sich seinen lebensunterhalt
mit allem was so anfällt
verdient.
der wurde dann auch gleich ran gewunken,
ihn zu engagieren das problem zu lösen.
kein problem für jacko
(jacko spricht man übrigens mit diesem kehligen spanischem j, so wie hacko),
für ein bier
macht er das klar.
was dann folgte
war für uns dann sowas von krass,
dass wir ihn erst abhalten wollten
und dann in ein tagelanges gelächter ausgebrochen sind :
jacko
hat einfach die ärmel seines hemdes hochgekrempelt
und ist da mit beiden händen rein
und hat dann den vollgepissten schlamm rausgebaggert.
„no problem, i can wash after“

bevor er sein bier bekam
haben die beiden kneiper ihn aber zum meer geschickt
erstmal hände waschen
und das bier wurde ihm sogar draussen serviert
mit der auflage
nur ja nicht in die kneipe rein zu kommen.

der anschliessende abend
im bamboo
zeigte,
dass jacko ein pfuscher war,
das pissbecken lief wieder voll.

jacko ist der meister
aber nicht des pissoirs
sondern des grauens

buddel
1
nachtrag zu vietnam

am 19.03.2010, keine Kommentare, bearbeiten, löschen
was ich in meinem ersten blog zu vietnam geschrieben habe
war kein scherz.
ich weiss
den namen dieses kaffs nicht mehr (haha, kaff : das war ne stadt),
aber da wurde via lautsprechern
an laternenmasten morgens um 6
das volk zu öffenrlichen sportaktivitäten aufgerufen
und dann waren die strassen voll mit
vater jahn jüngern schlitziestyle stil.
jenseits
der touristenrouten

als ich das sah,
hätte es mich
in dem moment
nicht gewundert,
wenn es erschiessungen
wegen unbotmässigem verhalten o.ä. gegeben hätte.
diesen eindruck machte die szenerie auf mich

was ich damit sagen wollte habe ich
dank astra vergessen,
vielleicht denkt ja einer für mich weiter

buddel
1
reisebericht #6.1 : vietnam

am 19.03.2010, keine Kommentare, bearbeiten, löschen
die nutten von nha trang

der besuch eines etablissements,
dessen vordergründige fassade
dance&drinks versprach
und im versprechen
selbstverständlich auch noch (unausgesprochen) damen feil bot,
offenbarte einige seltsamkeiten :

jeder gast hat mehrere kellner.
die musik ist zu laut.
im foyer
gab es ein schaufenster von ca 10X4m,
dahinter
standen ungefähr 20 nutten,
tribünenmässig,
alle die gleichen klamotten an
und jede
hielt so ein nummernschild hoch,
da muss man nicht mal mehr
„die da“ sagen,
„14“ langt.
(für erschrockene leser : nicht das alter, Nr. 14 wurde erfragt)

wo ich gerade beim erschrocken bin,
ich selbst war es doch.
nämlich,
als dass man auf reisen eben auch mit menschen zusammenkommt
und ich fest stellte,
dass die ladies (nutten) in asien
alle (!) (hehe) plastikpanzer vor der brust haben.
vom rippenbogen bis zum gewünschten dekolletêansatz.
„knock, knock“

aaah,
richtig erschrocken hat mich das nicht,
ich denk bei solchen aktionen immer nur an den hamburger kiez
und schon löst sich alle gefahr und verführung in wohlgefallen auf

wen es interessiert..

buddel

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Über eisenschaedel

der faulste reisende der welt
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