reisebericht : anfahrt ins glück

ich wurde nicht dahingegen konditioniert.
ich war ein opfer meiner spontanität.
ich schützte eine kirche
und wurde zum gewalttäter.
DAS führte mich nach bremervörde.
ein verfuckter rest pietät gegenüber mir völlig unbegreiflichen respekts gegen einen dreck.
tatsächlich habe ich lieber einen angriff auf menschen getan
als weiterhin ein fuck christengebäude mit steinen zu bewerfen.
ok,
das ist beides nicht so prall
aber die situation ergab die situation.
und die situation war die,
dass mein kumpel und ich schon jede menge tipp-topp geschnüffelt hatten,
dazu diverse karlsquell aus unseren prall gefüllten aldi-tüten
und mein kumpel sich dazu genötigt fühlte,
der grosse kirche in lüneburg am sand erst mal die fenster einzuschmeissen.
ich war anderer meinung
und um meinen kumpel von seinem schmählichen tun abzuhalten
griff ich eine gruppe unbescholtener bürger auf der gegenüberliegenden strassenseite an.
nachdem die (gruppe) dann am boden lag,
liess mein kumpel dann auch von den fenstern der kirche ab.

jetzt frage ich euch :

buntglas oder kristallkiefer ?

so einfach kann das leben sein

buddel

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reisebericht : hausarrest

diese reise führte mich nach bremervörde,
einem scheiss-kaff
mitten im norddeutschen niemandsmatsch
und dessen bevorzugtes hotel hiess
jugendstrafanstalt.
eine woche wurde ich verzwangsurlaubt.
anreise auf eigene kosten per bahn.
paket tabak im schritt.
KEIN schlüssel.

trotz vollbesetztem haus
ergatterte ich ein zimmer mit blick auf den marktplatz
(wenn ich den stuhl an den lichteinlass schob),
wo sich die inzestuöse dorfjugend
allabendlich zu spass und schabernak einfand,
und einen
mir völlig unbekannten zimmergenossen,
der sich aber schon am ersten tag als
pyromanischer psychopath
outete
(am zweiten tag war die zimmerhierarchie geklärt).
die weiteren tage gestalteten sich angenehm,
bis auf die tatsache,
dass ich mit nem spastiker auf zimmer sass,
und dass man da tagsüber nicht auf dem bett liegen darf
und dass der frass bahnhofskneipenstehsnackqualität hat
und dass ich tatsächlich lampenfassungen schrauben musste
(haha, “musste”. nach drei tagen nix tun würde ich sogar klos schrubben)
und dass ich schlicht und einfach gefangen war,
war das
ne lustige episode meines lebens.
aber obacht!
jungspundige blogleser !
wenn ihr nicht so coole jungs wie buddel seid,
dann seid ihr da die zahnfee, der seifenhalter, das mädel.

so,
einmal knast
hat mich von nix abgehalten.
diskussion zum abschluss :
muss das wirklich sein ?

buddel

btw
ich glaub, dass war die letzte woche meines lebens
ohne bier

buddel

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rock´n roll – schaulaufen aller psychopathen

moin

lange kein blog mehr geschrieben
und ein anlass besteht auch nicht.
hatte nur nen guten tag und finalisiere diesen
mit legalen sowie illegalen stimulanzien, sowie laut tönender musik.
dabei fällt mir auf,
dass
verstörend viele texte
gemeinhin toll geltender musik
von
absoluten katastrophen erzählen.
(die stimulanzien zeigen ihre wirkung,
deswegen kann es sein, dass ich auf das kommende ein bisschen fixiert bin,
obwohl man doch sagt, dass diese gewissen stimulanzien einen 360°umblick ermöglichen^^)
hier zwei beispiele
aus dem repetoire meiner wiederentdeckten lieblingsband aller zeiten,
the wolfgang press
(weitere ausführungen nach den vids) :

time to listen….

das ist doch krank
oder ?

mama, ich komm nach hause
und mama will gar nicht.
“daddy” von korn,
“jenny” von falco,
“waterfalls” von tlc,
ian curtis von joydivision…

und tausend andere, die mir gerade nicht einfallen,
wieso hat gute musik immer so kaputte texte ?
(vielleicht gibt´s ja auch gute musik mit optimistischen texten)
(hier wäre ich tatsächlich mal für tipps meiner leserschaft dankbar)

ja,
genau,
ich brauch mal n bisschen mucke mit positivem potential,
ian curtis hat mich gerade runtergerissen

und alles mit “mama” auch
denn bei mir ist das alles gerade totally completely different

buddel

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reisebericht: krüppel/heiler/energie

unglaubliche dinge tun sich mir auf,
seit ich mit dem tragen meiner neuen brille sämtliche scham abgetan habe
und nun der wahren realität (sic!) ins auge (sic! sic!) blicken muss.
minus 3 dioptren auf beiden,
sehgeschädigten sollte das klar sein
auf welchem level ich mich vordaher bewegte (optisch).
ich hab mich bei meinen kumpels wegen meiner blindheit immer rechtfertigen müssen
(naja, eigentlich haben die mich verarscht)
aber ich habe immer gesagt,
dass mich das alles gar nicht interessiert, ich will das gar nicht sehen und vor allem sind mir die leute egal. meine schweine erkenne ich am gang.

naja,
und nun, unglaubliche dinge tun sich auf.
auf einem mal habe ich direkten blickkontakt zu fremden menschen.
alle gucken allen in die augen.
ich schwör!, ohne brille hat mir nie einer in die augen geguckt.
haha,
kein schwein hat übrigens irgendeine bemerkung gemacht, dass ich jetzt brille trage,
ausser die kleine fette kassiererin von der jet-tanke.
das geile luder

buddel

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reisebericht : kambodscha decisions

modernes management

auf unsere urlaublichen morgenbesprechungen wollte ich noch mal zurück kommen
(achtung ! hier nur weiterlesen, wer wirklich allen aktivitäten entsagt hat)

ein träger körper beflügelt unwillkürlich den geist,
so konnte es nicht ausbleiben, dass trotz
jedweden versuchs diesen geist zu besänftigen,
die eine oder andere spontane inspiration ihren bann brach.
so sassen wir bspw in der zweiten oder dritten stunde unseres alltäglichen meetings
und nichts ahnend,
platzte eine der routine abweichende idee
in unsere ansonsten völlig belanglosen floskelei,
welche dann ungefähr so lautete :
“eh. morgen tuktuk ? otres beach ?”
was sofort die stimmung hob,
denn erstens wurde der frager in den schwulenstatus erhoben
und zweitens wurde er darauf verwiesen,
dass das allerfrühestens am übermorgen geschehen könnte,
denn heute besprachen wir ja nur unsere pläne (also: keine) für morgen
und morgen könnte er ja den antrag zur anhörung stellen….

aber
wir hatten ja zeit
und mit dieser regelung wurden auch die absurdesten vorstellungen des einen oder anderen reisekumpanen angenommen

oder auch verworfen

buddel

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reisebericht: heimatfront

ich habe sofa!

ha! elf wochen lieferzeit, heute morgen war es soweit:
4 eifrige möbelpacker trugen mein lang ersehntes stück gemütlichkeit in mein karges heim.
was habe ich gegrinst.
ausgepackt, zusammengesteckt, verpackung eingesammelt, n zehner tip kassiert
und nach nicht einmal einer viertelstunde war ich endlich allein
mit meinem 3er, 2er, rundecke und fußteilsofa.

leider, leider
war ich bei der bestellung (siehe blogeintrag 10.0. und 10.1.inner circle)
wohl doch etwas zu angetrunken
und konnte selbst als alter buddel nicht mehr zwischen backbord und steuerbord
oder besser, zwischen lee und luv unterscheiden,
so dass die dreier und zweierkombination SO gar nicht zum schnitt des zimmers passt.
jetzt habe ich das erst mal diagonal und alles versperrend hingeschoben
und mir einen joint hinter die binde.
das klär ich nachher mit meinem kumpel, der muss hier gefälligst mit anpacken,
das wird noch ein schönes geschiebe.

tja,
sowas erzähle ich hier,
bescheuert, was ?

buddel

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reisebericht : kambodscha aktuell

strandbarleben

nachdem meine zwei kumpels und ich uns 2 tage die veränderungen phnom phens angeschaut haben
(hmm, eigentlich sind wir nur zum lakeside gefahren, was gutes gras kaufen und dem letzten guesthouse am see (No9) noch zu einer letzten guten zeche verholfen),
sind wir via taxi (us$ 40) unserem finalen ziel entgegengedüst:
sihanoukville.
(hehe, die 4 stunden fahrt, inkl diverser zwischenstopps, zwecks kaltbiernachkauf
sind einen eigenen blogbeitrag wert)
die reorientierung in diesem beschaulichen, fast schon seebad ähnlich anmutendem kleinen küstenstädtchen fiel uns veteranen trotz beachtlicher baulicher veränderungen nicht schwer
und wir bezogen dort quartier, wo wir uns das auch gedacht hatten.
ein schönes guesthouse mit dem unaussprechlichen namen “sbov meas”.
wir waren angekommen.
die prioritäten waren klar : es gab keine !
und es musste auch keine agenda abgerissen werden,
wieder einmal erwies sich unser reiseteam als gruppe echter interessengleichheit.
der kurzen vor ort orientierung (im guesthouse)
(haha, die preise haben zwar angezogen, von vor zwei jahren 12 auf heute 15 us$ pro nacht und zimmer aber heute ist sogar heisswasser und ein kühlschrank (überlebensnotwendig!) mit an bord)
folgte die ultimative bestimmung einer festen stammlokalität in strandnähe.
“der weg ist das ziel” mag so mancher meinen,
wir waren jedoch der meinung, dass der weg eher ein hindernis ist
und strebten so den kürzesten an.
er führte uns in eine schwedenbar und fortan sollte dies der platz unserer täglichen morgenbesprechungen sein.
das lief dann so:
der erste, der wach ist und los will
klopft ganz zart an die türen der eventuell noch schlafenden kumpels
und je nach tagesform grunzt man den klopfer weg oder ist vielleicht selbst schon abschussbereit. auf jeden fall ist auch für langschläfer immer treffpunkt der schwede gewesen.
das haben wir dann 3 wochen so durchgezogen, herrlich.
(morgenbesprochene aktionen galten übrigens immer nur für den kommenden tag, wenn einer von uns ne spontane idee hatte wurde sofort auf die morgig kommende besprechung und dem zu folgenden, entsprechenden beschluss verwiesen)
nach ca. 3 tagen hatten wir die kulturelle akklimatisation überwunden, d.h. die sonnenbrillenhöker, bracelett, früchte, scampi, massage und “cut nails” verkäuferinnen
grüssten nur noch freundlich, anstatt uns ihr obligatorisches “”you buy later?” anzubieten.
einzig unser stranddealer kam noch in regelmässigen abständen
(aber dazu muss ich sagen, ich hielt das für ausgesprochen guten kundenservice).
ja,
jetzt waren wir bereit, die veränderungen zu realisieren.
sehr gut: es gibt keine musik mehr. es war unerträglich, wenn sich benachbarte bars in der lautstärke übertrumpfen wollten.
sehr gut: jede scheiss bar und jedes verfickte guesthouse hält wifi vor, for free.
sehr gut: die bierpreise scheinen das stabilste element kambodschas zu sein.
weniger gut: es wurde eine strandpromenade etabliert.
parallel zum ufer wurde ein gehweg aus schwarzem mosaikgestein verlegt.
dieses verfluchte band hat uns quasi den weg zum meer abgeschnitten, niemand konnte diese barriere überschreiten.
das problemlose war: niemand WOLLTE dieses band überschreiten,
denn unsere intention war ja nicht bade-, sondern barurlaub.
im nachhinein eine tolle sache, womöglich wäre sonst der eine oder andere den gruppenprinzipien widerlaufen.

so,
jetzt lese ich mir das erst mal selber durch und überlege,
ob da überhaupt noch potential für ne fortsetzung besteht

buddel

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